Gesundheitsmanagement

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Rehabilitation

Der Rehabilitationssport (nach § 44 Abs. 1 Nr. 3 und 4 SGB IX) ist eine ergänzende, zuzahlungsfreie Leistung zur medizinischen Rehabilitation, die vom behandelten Arzt bei Bedarf verordnet wird und durch die Krankenkasse zu genehmigen ist.

Die sportlichen Übungen helfen, das jeweilige Rehabilitationsziel zu erreichen oder zu sichern. Sie sind auf Art und Schwere der Erkrankung oder Behinderung sowie den individuellen gesundheitlichen Allgemeinzustand des Patienten abgestimmt.

Rehabilitationsziele können sein:

- Erhöhung der physischen und psychischen Belastbarkeit
- Erhöhung der Mobilität
- Kräftigung
- Verbesserung von Koordination und Flexibilität
- nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe

Genehmigungsdauer:

Die gesetzliche Krankenversicherung (nach § 40 SGB V) genehmigt die Dauer des Rehabilitationssports danach, wie dieser im Einzelfall notwendig, geeignet und wirtschaftlich ist. Die Richtwerte liegen bei 50 Übungseinheiten, verteilt auf 18 Monate. Dieser Werte erhöht sich auf 120 Einheiten in 36 Monaten bei Erkrankungen oder Behinderungen mit starker Beeinträchtigung oder komplexeren Übungserfordenissen. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen richtet sich die Dauer nach der Belastbarkeit des Patienten. Der Richtwert liegt bei 90 Einheiten in 24 Monaten.

Unser Service:

Wir beraten Sie zu Verordnung und Antrag für den Rehabilitationssport.

Liegt Ihnen eine genehmigte Verordnung vor, besprechen und planen wir gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Rehabilitationssportprogramm.
Sie werden in eine unserer Reha-Sportgruppen aufgenommen, die durch den Deutschen Behindertensportverband geprüft und anerkannt worden sind.

Der Start des Verodnungstrainings kann erst nach Vorlage aller Unterlagen erfolgen. Insbeondere die Bestätigung der Krankenkasse auf der originalen Rehaverordnung ist bindend.


Folgende Reha-Kurse bieten wir an:

Land:

Wirbelsäulengymnastik
Yoga
Fitnessgymnastik
Pilates
Gymnastik

Wasser:

Gymnastik im Flachwasser
Gymnastik im Tiefwasser
Schwimmen

In allen oben genannten Kursen gibt es freie Kapazitäten. Diese erfragen Sie unter der Telefonnummer: 0345/55 11 374 oder E-Mail:Gesundheit@sv-halle.de

Vorteile einer Mitgliedschaft im SV Halle e.V.

Anbieter von ärztlich verordnetem Rehabilitationssport sind gemeinnützige Sportvereine (so auch der SV Halle e.V.), die entsprechend ihrer Satzungen vielfältige Angebote für ihre Mitglieder unterbreiten. Mit den gesetzlichen Grundlagen (Rahmenvereinbarung zur Durchführung des Rehabilitationssports vom 01.01.2011) sind die Vereine auch verpflichtet, Rehabilitationssport für Nichtmitglieder anzubieten, was vom Grundsatz her einen Widerspruch zwischen der Sozialgesetzgebung und dem Vereins- und Kommunalrecht bedeutet. Die Krankenkassen und die Mitgliedsvereine des Behinderten- und RehabilitationsSportverbandes Sachsen-Anhalt e. V. (so auch der SV Halle e.V.) sind sich darin einig, dass eine Mitgliedschaft im gemeinnützigen Sportverein für die Versicherten viele Vorteile bringt, die wie folgt belegt werden:

Mit einer Mitgliedschaft im Sportverein, die gleichzeitig einen moderaten Eigenanteil für die qualitativ guten Angebote des Vereins darstellt, können Zusatzangebote genutzt werden, wie zum Beispiel Training an Krafttrainingsgeräten (z. B. Hantelbank, Crosstrainer, Arm-/Beinpresse, Laufband), Arztvorträge, geselliges Beisammensein, gemeinsame Urlaubsreisen, u. a. m. Dieses Zusammensein in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter über die sportliche Betätigung hinaus entspricht dem Anspruch gemeinnütziger Sportvereine, den Betroffenen eine soziale Heimat zu bieten.

Die Vorteile:

Eine Versicherung für Mitglieder (Unfallversicherung) ist dann bereits auf dem Hinweg zur Sportstätte gegeben, Nichtmitglieder sind erst ab Betreten der Sportstätte versichert.

Mitglieder haben Zugang zu Rehabilitationssportangeboten in allen kommunalen Sportstätten, wie zum Beispiel Schwimmhallen. Nichtmitglieder haben zwar einen Rechtsanspruch auf Rehabilitationssport, aber nicht auf eine bestimmte Art des Rehabilitationssports. Auf Grund des Kommunalrechts erfolgt eine Vermietung von kommunalen Sportstätten an gemeinnützige Sportvereine ausschließlich für Mitglieder dieser Sportvereine.

Mitglieder können in der Regel zeitnah in bestehende Gruppen integriert werden. Aus steuerrechtlichen Gründen des Vereinsrechts sind für Nichtmitglieder separate Übungsgruppen zu führen; dies kann im Einzelfall zu Wartezeiten führen.

Eine langfristige positive Einflussnahme auf den Gesundheitszustand wird nur dann erreicht, wenn lebensbegleitend mindestens einmal pro Woche unter Anleitung eine sportliche Betätigung erfolgt. Im Sinne der Nachhaltigkeit erhalten Mitglieder im Sportverein auch nach Beendigung des Rehabilitationssports die Möglichkeit, lebensbegleitend weiterhin aktiv zu sein und die Vorteile der Gemeinschaft im Sportverein für sich persönlich auch langfristig zu nutzen.

Mitglieder im Sportverein haben außerdem die Möglichkeit, an Bonusprogrammen der Krankenkassen teilzuhaben.

Mitglieder erhalten im Sportverein in der Regel Leistungen angeboten, die über die rechtlich festgelegte Mindestdauer einer Übungsstunde von 45 min. im Rehabilitationssport bzw. 60 Minuten in Herzgruppen hinausgehen.

Die Mitgliedschaft in einem gemeinnützigen Sportverein basiert stets auf freiwilliger Grundlage.

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